Neue Personenwagen im Juli 2026

Schweizer Markt mit Bremsspuren

Im Juli legte der Schweizer Automarkt wieder den Rückwärtsgang ein. Ein Rückgang von 3,2 Prozent führte dazu, dass von der leichten Erholung zuvor nach sieben Monaten nur noch ein Plus von 2,1 Prozent übrig blieb.
Publiziert: 04. August 2026

Von

Timothy Pfannkuchen


										Schweizer Markt mit Bremsspuren
Schwacher Markt: Der Juli frass einen Teil der Erholung zuvor auf. Positiv: Steckerfahrzeuge legten weiter zu. Foto: iStock

Der Schweizer Automobilmarkt verzeichnete im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 3,2 Prozent. Damit erwiesen sich die leichten Erholungstendenzen seit Jahresbeginn mit ihrem Plus von 2,1 Prozent als fragil, teilt Auto-Schweiz dazu mit. Positiv entwickelte sich hingegen die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen, die im Juli gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen hat. Steckerfahrzeuge erreichten seit Jahresbeginn einen Anteil von 36,6 Prozent an den Neuzulassungen.

Damit sich die Erholung des Automobilmarkts nachhaltig festigen könne, brauche es «einen raschen Abbau der Swiss-Finish-Überregulierung und marktrealistische Rahmenbedingungen», meint Auto-Schweiz dazu. Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein habe im Juli deutliche Bremsspuren gezeigt: Die Neuzulassungen gingen um 3,2 Prozent zurück. Mit 135’542 Neuzulassungen nach sieben Monaten ergab sich gegenüber dem tiefen Vorjahresniveau nur noch ein Plus von 2,1 Prozent. Von einer nachhaltigen Trendwende könne damit noch keine Rede sein: Die wirtschaftliche Situation der Schweizer Automobilbranche bleibe äusserst herausfordernd, so Auto-Schweiz, während der Gesamtmarkt «infolge der hausgemachten Überregulierung weiterhin hinter der Entwicklung in Europa» zurückbleibe.

 

Steckerautos gleichauf mit Hybrid

Positiv: Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat sich auch im Juli positiv entwickelt. Sowohl rein elektrische Antriebe als auch Plug-in-Hybride legten seit Anfang Jahr gegenüber dem Vorjahr mehr als 20 Prozent zu. Rein elektrische Personenwagen (BEV bzw. EV) und Plug-in-Hybride (PHEV) machten seit Anfang des Jahres 24,2 bzw. 12,4 Prozent der Neuimmatrikulationen aus. Ihr gemeinsamer Marktanteil machte neu 36,6 Prozent der Neuimmatrikulationen aus und lag damit erstmals gleichauf mit den Hybridantrieben, der bisher volumenstärkste Antriebskategorie. Demgegenüber ging die Nachfrage nach Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben weiter zurück: Diesel-PW verloren seit Anfang Jahr fast ein Viertel. 

Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz, kommentiert: «Die Elektrifizierung des Wagenparks hat sich im Juli fortgesetzt und schreitet sukzessive voran. Zahlreiche Massnahmen seitens der Hersteller und Importeure haben das ermöglicht: ein breites Angebot in allen Preis- und Fahrzeugklassen, ausreichende Reichweiten und niedrige Betriebskosten. Die Juli-Zahlen zeigen auch, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Branche immens bleiben. Deshalb werden wir bei der Bekämpfung der Überregulierung nicht nachlassen. Die Schweizer Politik ist gefordert, mit einer Verbesserung der Rahmenordnung den Motor der Wirtschaft zu stärken». Die detaillierten Zahlen gibt es bei Auto-Schweiz unter auto.swiss.